Ne. Ist es nicht. Gerade erlebt: Ich möchte in einer kleinen Stadt in Sachsen einkaufen. Lokal! Ein Kunde hat mir Käserei und Imker empfohlen. Ich fahre also grad da hin. Wow. Käserei gefunden. Ich parke da und bums! Kopf an Tür gestoßen, weil: Tür zu. Ich reibe mir verwundert die Augen. Denn ziemlich direkt vor meiner Brille lese ich: Öffnungszeiten 10-12 und 14-18 Uhr. Ich schaue auf das Handy: Es ist 15.18 Uhr. Heute ist Werktag. Passt also. Ok. Wer weiß, vielleicht ist den Kühen schlecht geworden. Ich drehe mich um. Auf einmal rappelt es quer über den Hof. Eine dralle Dame eilt herbei. Ohne mich eines Blickes zu würdigen, schießt sie an mir vorbei, schließt den Laden auf und schwups: Macht die Tür wieder zu. Ich zögere ein wenig, ob ich rein gehen soll. Wende mich dann aber doch der Ladentüre zu, mein Kunde hat so vom Käse geschwärmt, so dass ich doch unbedingt welchen mitnehmen will. Also, ich geh rein. Grüße laut und ernte: nichts. Ob sie schwerhörig ist? Die arme Frau. Ich zeige also auf ein Stück Käse und frage überdimensional laut: “Was ist das für eine Sorte?” Sie schaut auf den Käse und sagt: Bauernkäse. OK. Stimmt, das hätte ich auch auf dem Schild lesen können. Haben Sie auch was mit Knoblauch, versuche ich es erneut. “Heute nicht, sehen Sie doch”, schnarrt mich die Dame nun deutlich genervt von so viel dussliger Kundschaft an. Aha. Ich nehme also den Bauernkäse und bitte um eine Tüte. Ne, Tüte, hab ich nicht, schnarrt Madame. 15,80 Euro. Ich habe gerade den teuersten Käse gekauft, den ich je in einer Kleinstadt erstanden habe - und ich bekomm weder Tüte noch Danke! Also, egal, wie der Käse schmeckt. Ich weiß jetzt schon, dass mich dieser Laden nicht wiedersieht.
Daher, ist es die eine Seite, Kunden zu finden, die lokal einkaufen. Die andere Seite ist es - und die ist weit schwieriger, lokale Geschäftsinhaber zu überzeugen, an Service, Freundlichkeit und Geschmeidigkeit zu arbeiten. Hier kann eine externe Moderation sehr, sehr helfen. Wir sind bereit!

Halle an der Saale ist KEINE Kleinstadt - doch ich muss sagen, ich mag die Stadt außerordentlich sehr. Was macht man in Halle/Saale, wenn man Nachmittags ankommt? Erst mal ins Stadtzentrum. Zuerst entdecke ich die Marktkirche “Unser lieben Frauen” - und gehe durch die wirklich ansehnlichen Altstadtstrassen. Mundart höre ich nicht, kann sie aber auf dem ein oder anderen Häusergiebel entdecken. Coole Idee. Erst einmal decke ich mich mit Andenken ein: Hallorenkugeln. Es gibt die traditionellen Hallorenkugeln, aber auch so richtig feine Pralinen. Und eine zum Kosten in den Mund! Kalorienhaltig, aber lecker! Zeit zum Abendessen: Die Kleine Ulrichstraße ist voller Kneipen und Lokale. Urige Bierkneipen, gediegene Feinschmecker-Adressen - und alles wirklich gut belebt! Nach dem fulminanten Essen noch ein Absacker und dann ab ins Bett. Am Morgen erst mal die Halbtagspilgern-Tour an die Saale. So viel Natur inmitten der Stadt hat man selten. Oder habt ihr schon mal Biber am hellichten Tage gesehen? Geht nur in Halle an der Saale, wo die Kinder statt der Enten eben die Biber füttern. Und nach dem Morgengang, dann zum Frühstück, zum Beispiel in den Kaffeeschuppen! Wirklich zu empfehlen! Halle/Saale gerne für deutlich mehr als 24 Stunden!

Eine tolle Idee hatte Vevey, eine Stadt in der Schweiz. Eine der weltweit höchstdotierten Fotoausstellungen fand Ende September wieder seinen Abschluss. Mit “Images” wird die gesamte Stadt innerhalb von drei Septemberwochen mit außergewöhnlichen Fotos geschmückt. Die Idee ist großartig: Neue Menschen kommen in die Stadt und bringen gleich weitere Besucher - mit einer durchaus anderen Stadtsicht mit. Gleichzeitig werden ungewöhnliche Orte bespielt und ins Rampenlicht gerückt. Unser Tipp: Es muss ja nicht gleich die eine weltweit ausgeschriebene Ausstellung der Welt sein, aber wie wäre es damit, mehr temporäre Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen.

www.images.ch

Pulsnitz liegt an der Pulsnitz, in Sachsen. Ich würde sagen, Pulsnitz ist noch nahezu unentdeckt. Aber Pulsnitz hat was, das viele der anderen kleinen Städtchen in der Lausitz nicht haben: Lebkuchen! Lebkuchen! Und Pfefferkuchen. Also, ihr Lieben, Leckermäuler und Naschkatzen. Auf nach Pulsnitz, DEN orginalen Pfefferkuchen kaufen. Es gibt mindestens 8 Pfefferküchlereien hier - welche die Beste ist, das ist echt Glaubenssache. In diesem Sinne, einen frohen 1.Advent.

Gullideckel, oder feiner ausgedrückt: Abwasserschächte gibt es in jeder Innenstadt. Herford hat das ausgesprochen clever zur Platzierung diverser "Werbeeinblendungen" genutzt. Denn die hübschen Deckel dessen, was wir nicht so gerne oberhalb durch die Innenstädte fließen lassen wollen, sind mit Firmenanzeigen geschmückt. Daumen hoch für diese tolle Idee, die zwar mit Füßen getreten wird, aber ein echter Hingucker für aufmerksame Wieduwilt Kommunikations Halbtagspilger ist.

In Amerika schon lange, im United Kingdom erst seit wenigen Jahren, gibt es den Small Business Saturday. Dieses Jahr am 24. November, also eine Woche nach dem großen amerikanischen Shopping- und Familien-Feiertag Thanksgiving. Das wird bei uns ja nicht weiter gefeiert, aber die Idee, die hinter dem Small Business Saturday steckt, ließe sich meines Erachtens auch in Deutschland wunderbar umsetzen. Eine konzentrierte Aktion, die sich gezielt den kleinen Geschäften und Läden in kleinen Städten widmet. Vor meinem geistigen Auge erscheinen gerade ganz wunderbare Ideen, breit lächelnde Verkäufer und zufriedene Kunden, die ihr regionales Gewissen beruhigt und dem lokalen Einzelhandel etwas gutes getan haben. Und: die mal wieder in der Innenstadt waren. Wenn Sie das in Ihrer Stadt machen wollen: Wir sind definitiv dabei!

Schwedt an der Oder im Sommer zu besuchen, das ist einfach. Es wartet großartige, grandiose Natur. Es wartet die Uckermark, Stille. Herrlich! Die Nationalparkstadt an der Oder liegt in einer herrlichen Umgebung, hat sich dank des Bürgermeisters Jürgen Polzehl zur Oder hin geöffnet und Wandern, Radeln, Naturbeobachtungen sind ein Traum für jedes Stadt- und  Landkind.

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Unser neues Format: Wir sind stetig und immer wieder unterwegs in kleinen Städten. Oft sind wir nur wenige Tage hier, dafür aber öfter. Daher haben wir uns überlegt, unsere “nebenbei” aufgeschnappten Schönheiten, Bemerkenswertes und so manchen InsiderTipp hier preiszugeben.

Diesmal: Bad Oeynhausen

Morgens, 8 Uhr. Fremdgehen kommt zuerst. Nein, nicht in echt: Wir wechseln nur mal kurz in die Nachbarstadt: Unser Frühstücksbrot holen wir nämlich nicht in Bad Oeynhausen sondern im benachbarten Gohfeld (gehört zu Löhne) bei Deutschlands bestem Bäcker baecker-simon.de Hier gibt es wirklich, wirklich sehr leckeres Brot. Bio. Demeter. Regional und mit allen Raffinessen. Wer mag, kann hier auch gleich, die zweite legendäre kulinarische Köstlichkeit antesten, nämlich Wurstwaren vom Fleischer Timmerberg aus Bad Oeynhausen. www.fleischerei-timmerberg.de.

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Marketing vom allerfeinsten, das kann das kleine Städtchen Chipping Campden in Großbritannien. Die kleine Stadt zwischen Worcester und Oxford präsentiert sich als eine von vielen unter den kleinen Städten dieser Welt. Typisch britisch. Eben. Ich wäre nie darauf gekommen, eine meiner nächsten Reisen dorthin zu planen, wenn es nicht die Olimpick Games gäbe. Das sind sehr, sehr, sehr britisch eigenartige Meisterschaften, die alljährlich stattfinden - und aus meiner Sicht ein großartiges Alleinstellungsmerkmal darstellen! Wie man so ein Alleinstellungsmerkmal entwickelt? Geht mit fachlicher Unterstützung durch Wieduwilt Kommunikation.  
https://www.olimpickgames.co.uk/

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