Die Sommerreisezeit neigt sich dem Ende. Anlass für uns, auf die Suche nach neuen Reiseblogs zu gehen und euch Blogger mit viel Spaß und großer Reiseleidenschaft vorzustellen.

Ein absoluter All-Rounder in Sachen Blog ist dabei „Blickgewinkelt“ von Inka Cee. Ob Reisen, Fotografie, die richtige Ausrüstung in allen Lebenslagen oder Feuilleton, ist in ihrem Blog von allem etwas dabei. Ihrem Blog selbst gibt Inka Cee den geheimen Untertitel „Reisen und Leben im Hippie-Chaos der Neuzeit.“ und dieser ist bei ihr Programm. Mit ihrem besonderen Blickwinkel auf Destinationen bereist sie die ganze Welt und hat dabei eine Leidenschaft für die polaren Gebiete der Erde entwickelt. Ihre zweite große Leidenschaft ist aber Berlin und das schöne Brandenburg. Dieser frönt Inka nicht nur in ihrem Blog sondern auch als Buchautorin. In ihrem  grünen Reiseführer für Berlin „52 Eskapaden in und um Berlin“ hat sie bspw. tolle Outdoortipps für Berliner, Brandenburger und Gäste parat und kennt die richtigen Adressen für Ausflüge und Touren.

Doch Inka Cee bloggt nicht nur über ihre Reisen, sondern erzählt auch aus ihrem Leben. Teilt persönliche Gedanken und Themen mit ihren Followern und hat zwischendurch auch mal ein leckeres Rezept parat.

Ein rundum genialer Blog, der immer wieder aufs Neue begeistert und keine Wünsche offen lässt.

Unser Fazit: Unbedingt reinlesen!

https://blickgewinkelt.de  

Kleine Städte haben meistens auch kleine, feine und geniale Geschäfte. Neben gut ausgesuchter Gastronomie kann aus unserer Sicht in Zeiten von Online-Shops nur das Persönliche, Besondere, helfen, Gäste in die Innenstädte zu ziehen. Hier sind ein paar Ideen:

Leerstehende einst riesige Einkaufszentren können gefüllt werden, indem man vielen kleinen Geschäften und Startups die Chance gibt, hier einige Quadratmeter Shopfläche zu mieten. Das sieht dann ein bisschen aus, wie ein orientalischer Markt, macht aber Städte durchaus spannend und attraktiv.

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Wenn Tourismus und Gäste als Chance für kleine Städte begriffen werden, kann vieles passieren. Im Thailändischen Dorf Mae Klang Luang zum Beispiel hat man erkannt, dass Massentourismus nicht die Antwort ist. Einheimische öffnen hier ihre Häuser für Gäste. Diese können am traditionellen Leben teilnehmen und die Einnahmen gehen direkt an die Bewohner des Dorfes. Die Gäste lernen viel über lokale Pflanzen, die Landwirtschaft und das ganz normale Leben. Es können nur so viele Gäste kommen, wie gerade Gastgeber zur Verfügung stehen. Gäste können nur nach Anmeldung kommen - und die Sache läuft hervorragend. Für Gäste und Einheimische.

Andere, wie die Norweger im abgelegenen Städtchen Svalbard, freuen sich über die Hilfe der Gäste. Denn hier können die Gäste helfen, den Strand von Müll und Unrat zu befreien, die das Meer anspült. Die Touristen sind begeistert. https://oceanwide-expeditions.com/blog/environmentally-minded-tourists-cleaning-beaches-in-northwest-spitsbergen

Ich habe diesen Sommer eine Menge Leute getroffen, die in Amsterdam Urlaub gemacht haben. Sie alle haben als erstes gesagt, wenn ich sie fragte, wie es war: “Voll”. Sooo viele Gäste dort im schönen Amsterdam. Das “Voll” war von der Tonalität her so formuliert, dass man merkt, ups. Das ist ein “voll”, das keiner so richtig will. Am wenigsten wahrscheinlich die Amsterdamer. Von kleinen Städten, die wir kennen, habe ich das noch nicht so gehört. Aber wie soll denn tatsächlich mit dem Widerspruch zwischen den Ansprüchen der eigenen Bürger und denen der Gäste umgegangen werden? Sollten kleine Städte deswegen aufhören, um Gäste zu werben?

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Das hat ganz viel mit Marketing, ganz viel mit Menschen zu tun. Seit Jahren schon sind wir der Meinung, dass Marketing von Menschen für Menschen gemacht wird. Es geht vor allem um Unternehmen, aber ganz, ganz viel von dem, was hier gesagt wird, kann man auch auf das Stadtmarketing anwenden. In kleinen Städten umso mehr. Aber auch überall in der Welt. Passend dazu lohnt es sich, in einer ruhigen Minute das Cluetrain Manifest mit seinen 95 Thesen einmal anzusehen.

http://www.cluetrain.com/auf-deutsch.html

Beispielsweise dies:

“Ihr seid eingeladen, aber es ist unsere Welt. Zieht eure Schuhe an der Tür aus. Wenn ihr mit uns handeln wollt, dann steigt herunter von eurem hohen Roß.

Gegen eure Werbung sind wir immun. Also vergeßt es.

Wenn ihr wollt, daß wir uns mit euch unterhalten, dann erzählt uns was. Zur Abwechslung mal etwas Interessantes.

Wir haben einige Ideen, die euch interessieren sollten: neue Werkzeuge, die wir brauchen, bessere Dienstleistungen. Sachen, für die wir gerne bezahlen würden. Habt ihr mal 'ne Minute?”

Für uns Marketingmenschen, Unternehmer und Organisatoren von Kommunikation immer wieder Denkanstoß und die Erinnerung, dass Marketing ein Gespräch sein sollte. Beidseitig also. Danke an die Erfinder des Manifests! Seit 1999 ist es im Netz und unverändert hochaktuell.  

“A powerful global conversation has begun. Through the Internet, people are discovering and inventing new ways to share relevant knowledge with blinding speed. As a direct result, markets are getting smarter, ...and getting smarter faster than most companies.” Übrigens, deshalb sehen wir auch in kleinen Städten die Zukunft. Weil die Verbindungen zwischen Menschen einfach kürzer sind.

Vielleicht ist das die Marketingidee der Zukunft. Wie öfter mal legen die nordischen Länder vor und Finnland ist unser Marketingbeispiel der Woche, das aus unserer Sicht auch für kleine Städte funktioniert: Eine komplette Website mit eigenen Finnland-Emojis, die nicht nur heruntergeladen werden können sondern auch als Basis für die Erläuterung des typisch Finnischen dienen. Also Finnland einmal komplett erklärt mit Emojis, den kleinen Symbolen, die wir als Smileys zuerst kennenlernten und nun auf WhatsApp in reicher Auswahl nutzen können.

Bitte lesen Sie sich selbst in die Thematik ein, die wir für ganz großes Kino halten. Finnland für Puristen von Saunapeitsche bis Sisu. Genial! Die Art, in Miniclips und kurzen Nachrichten zu kommunizieren entspricht übrigens dem Zeitgeist.

https://finland.fi/de/emoji/saunapeitsche/

https://finland.fi/de/emoji/sisu-4/

https://finland.fi/de/emoji/ein-vertrauenswurdiger-freund/

Ja, das stimmt. Aber sie haben es auch leicht, denn sie werden nicht vom Speckgürtelzuzug überrollt und können sich eigenständig profilieren. Ohne Profil und Angebote ist alles nichts, auch nicht für Rückkehrer. Wenn wir strategisches Marketing für kleine Städte machen, sind wir zuerst immer einmal angehalten, herauszufinden, was diese kleine Stadt einzigartig macht. Was ist das Besondere - und wie ist die Stimmung in der Stadt. Denn noch wichtiger als Zuzug und Rückzug zu organisieren ist uns immer, die, die da sind, zum Bleiben zu bewegen und ihren Stolz auf ihre Stadt zu wecken. Denn - wir bleiben dabei: Alles Marketing macht für uns keinen Sinn, wenn die Bürger, die eigenen Leute, die eigene Verwaltung die eigene Stadt nicht lieben.

Den Artikel zum Thema in der lr-online.de gibt es hier: https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/kleinstaedte-auf-der-suche-nach-bewohnern_aid-24002451

Immer wieder werden wir gefragt, was wir eigentlich machen. Warum strategisches Marketing? Ist Marketing nicht immer strategisch. Sollte es sein, stimmt. Aber im Alltagsgetümmel mischen sich die Begriffe. Marketing, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit - egal, hauptsache berühmt. Stimmt nur zum Teil, sagen wir, und da kommt die Sache mit der Strategie ins Spiel:

Die Innenstädte kleiner Städte sind das Herz und es ist ganz besonders wichtig, dass dort weiter Handel und Wandel und damit Leben stattfinden. Immer öfter erreichen uns Fragen, welche Strategie, welche Social Media-Plattform die richtige ist. Die Antwort, die wir dann geben ist zuerst die Folgende: Fragen Sie bitte Ihre Kunden, wo sie gerne Nachrichten und Infos von Ihnen lesen wollen. Ist es Facebook - gut, dann bietet es sich an, das eigene Geschäft auch dort vertreten zu haben. Ist es Instragram - dann her mit den genialen Fotos. Im zweiten Satz haben wir eine kleine Checkliste parat, die hilft, sich im Dschungel des Online-Marketings für kleine Geschäfte zurecht zu finden.

  1. Schauen Sie nach Ihrem Google-Ranking. Wer nicht auf google zu finden ist, ist nicht da. Wir meinen damit nicht, dass Sie den Namen Ihres Geschäfts googlen sondern aus Kundensicht: Was würde Ihr Kunde googlen, wenn er den Namen Ihres Geschäftes nicht kennt? Also wenn er Geschenke für die Oma sucht, würde er sicher nicht “Accessoires und mehr Kleinstadt XY” googlen, sondern wahrscheinlich. “Geschenk, Frau, Kleinstadt XY” oder “Geschenkidee, Oma, Kleinstadt XY”. Also erst mal: Googlen Sie sich selbst und schauen mal, was Sie da finden: Ist Ihr Geschäft an der richtigen Stelle bei google maps zu finden?
  2. Investieren Sie in eine gute Website. Wie soll google Sie finden, wenn Sie keine Website haben, mit der Sie sich und Ihre Angebote wie in Ihrem Schaufenster stets aktuell präsentieren? Achten Sie darauf, dass Ihre Website responsive ist, das bedeutet, auch auf mobilen Geräten funktioniert. Denken Sie daran, dass die neue Einkäufergeneration bedingt durch das Internet und Smartphones sehr Foto-affin ist. Daher - investieren Sie auch in ansprechende Fotos auf Ihrer Website. Und ja: Sie brauchen immer eine eigene Website, auch wenn Sie wahnsinnig viel auf Facebook machen. Aber die Datenhoheit über Ihre Inhalte haben Sie nur auf Ihrer Website. Bei Facebook sind Sie immer von Herrn Marc Zuckerbergs Algorithmen abhängig und theoretisch sind die Inhalte damit nicht mehr in Ihrer Hand. Dennoch: Wo Facebook nutzt, sollten Sie es auch einsetzen, aber an zweiter Stelle, NACH Ihrer Website
  3. Lassen Sie sich als Geschäft auf Google-my-Business listen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Öffnungszeiten aktuell sind und Ihr Standort passt.
  4. Denken Sie in Bildern - am besten in Bewegtbildern. Videos und Kurzclips sind gefragter denn je - und werden von Google und den Social-Media-Plattformen bei Suchanfragen sehr weit nach oben sortiert. Daher, zeigen Sie sich, zeigen Sie Ihre neue Schaufensterdeko, Ihr Top-Aktuelles-Produkt, Ihre Stadt, Ihr Umfeld - im Video.
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